Nebenstehend finden Sie eine Reihe von Beiträgen, die Frau Rechtsanwältin Eikmeier im Lippeportal publiziert hat.

Veröffentlichungen von RAin Miriam Eikmeier

 

Abmahnung oder Ermahnung?

Veröffentlicht von Miriam Eikmeier (eikmeier) am 1.9.2012
Veröffentlichungen der Kanzlei Tölle & Melchior >> Veröffentlichungen RAin Miriam Eikmeier

Häufig sprechen Arbeitgeber lieber eine „Ermahnung“ als eine „Abmahnung“ aus. Für den betroffenen Arbeitnehmer stellt sich dann die Frage, ob diese Rüge trotzdem als Abmahnung gilt und somit im Wiederholungsfall eine verhaltensbedingte Kündigung ausgesprochen werden könnte. 

Wichtig ist zunächst, dass es nicht darauf ankommt, wie der Arbeitgeber seine Beanstandung nennt. Laut Rechtsprechung ist es vielmehr entscheidend, ob drei bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Ist dies der Fall, liegt eine Abmahnung vor, wie auch immer der Arbeitgeber sie bezeichnet.

Folgende Punkte kennzeichnen eine Abmahnung:

1. Der Arbeitgeber muss das pflichtwidrige Verhalten des Arbeitnehmers möglichst genau mit Datum und Uhrzeit beanstanden.
2. Der Arbeitgeber muss das  beanstandete Verhalten deutlich als Vertragsverstoß rügen und den Arbeitnehmer dazu auffordern, es in Zukunft zu unterlassen.
3. Der Arbeitgeber muss unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass im Wiederholungsfall der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist.

Sollten Sie unsicher sein, ob Sie eine Abmahnung erhalten haben und wie Sie hierauf reagieren sollen, steht Ihnen die Kanzlei Tölle & Melchior gerne mit Rat und Tat zur Seite.

(Rechtsanwältin M. Eikmeier)

Zuletzt geändert am: 1.9.2012 um 09:19

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