Nebenstehend finden Sie eine Reihe von Beiträgen, die Frau Rechtsanwältin Eikmeier im Lippeportal publiziert hat.

Veröffentlichungen von RAin Miriam Eikmeier

 

Urlaub auch für Mini-Jobber!

Veröffentlicht von Miriam Eikmeier (eikmeier) am 1.4.2012
Veröffentlichungen der Kanzlei Tölle & Melchior >> Veröffentlichungen RAin Miriam Eikmeier

Leserfrage: Ich möchte gerne über Ostern einige Tage Urlaub nehmen. Mein Chef hat dies jedoch abgelehnt, weil ich nur auf 400 €-Basis arbeite. Er ist der Meinung, dass ich deshalb keinen Urlaubsanspruch habe. Ich habe nun in meinen Arbeitsvertrag geguckt und dort gibt es tatsächlich keine Regelung zum Urlaub. Hat mein Chef recht?

Antwort Rechtsanwältin Eikmeier: Sofern ein Arbeitsvertrag keine Regelung zum Umfang des Urlaubsanspruchs enthält, stehen dem Arbeitnehmer jedenfalls nach dem Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage Urlaub per Gesetz zu. Da der Samstag laut Gesetz ein Werktag ist (auch wenn viele Arbeitnehmer samstags nicht arbeiten müssen), entspricht dies bei einer Arbeitswoche von Montag bis Freitag einem Urlaubsanspruch von vier Kalenderwochen bzw. 20 Arbeitstagen.

Den gesetzlichen Mindest-Urlaubsanspruch haben auch Sie als Mini-Jobber, denn arbeitsrechtlich handelt es sich um ein ganz normales Beschäftigungsverhältnis auf Teilzeitbasis. Ausschlaggebend für die Anzahl der Ihnen zustehenden Urlaubstage ist lediglich die Länge Ihrer Arbeitswoche, nicht hingegen die Länge Ihres Arbeitstages. Arbeiten Sie also von Montag bis Freitag, haben Sie einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen, andernfalls verkürzt er sich entsprechend der Anzahl Ihrer wöchentlichen Arbeitstage.                                                             

Im Übrigen haben Sie auch als geringfügig beschäftigter Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein (anteiliges) Urlaubsgeld, falls diese Zahlung bei Ihnen im Betrieb üblich oder tarifvertraglich geregelt sein sollte.

Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich!

Zuletzt geändert am: 1.4.2012 um 14:30

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